Liebe Leserinnen und Leser,

Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.                                                 Johannes 6,37 (E).

Mit der Jahreslosung für das neue Jahr 2022 grüße wir Sie ganz herzlich!

Diese Worte Jesu klingen nicht so richtig nach einer herzlichen Einladung. Wo ist der Jesus, der sagt: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken! - ich will eurer Seele Ruhe geben“ (Matth 11,28.) oder der sagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen und schickt sie nicht weg. Sie verstehen vom Reich Gottes oft mehr als die Erwachsenen.“ (Mk 10,14ff)?

Diese Jahreslosung ist nicht einfach. Und die Wortwahl im Griechischem formuliert es noch härter. Da steht ursprünglich: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinauswerfen.“ Das Verb kann tatsächlich ein gewaltsames Handeln beschreiben.

Jesus wird jedoch diejenigen, die zu ihm kommen nicht hinausstoßen. Das steht außer Zweifel. Aus dem Zusammenhang des Bibelverses erfährt man, warum Jesus hier nicht ganz so freundlich einlädt wie an anderer Stelle. Die Menschen, die ihn hier anfragen, haben kurz davor erlebt, wie durch Jesu Handeln sehr viele Menschen satt geworden sind. Leiblich. Es ist sogar noch einiges übrig geblieben. Sie wollen ihn deshalb zu ihrem „Brotkönig“ machen. Das ist verständlich. Auch heute noch geht es vielen Menschen zuerst um ihr leibliches Wohl. Weil sie tatsächlich Hunger leiden oder weil sie sich z.B. Sorgen um ihre Gesundheit machen. Jesus weiß aber um seine Bestimmung. Wer ihn sucht und finden möchte, der bekommt noch mehr als das tägliche Brot zum essen. Jesus bezeichnet sich sogar selbst als das Brot, das vom Himmel herab gekommen ist. Er ist mehr als das Manna in der Wüste.  Jesus an- und aufzunehmen, ist Leben, dass stärker als der Tod ist. Wer vom „Brot des Lebens“ isst , der wird ewig leben. Wenn wir miteinander Abendmahl feiern und Brot und Wein (oder Saft) zu uns nehmen, dann geschieht das, was Jesus im Johannesevangelium Kap. 6. ausdrückt. Das gemeinsame Abendmahl ist durch das Pandemiegeschehen in unseren Gottesdiensten leider etwas aus dem Blick geraten. Deshalb haben wir uns auf der Gemeindeleitungsklausur im Schwarzenshof damit beschäftigt.

Lassen Sie uns in diesem Jahr über diese Jahreslosung nachdenken. Sie ist echtes Schwarzbrot, an dem man erst einmal ganz schön herumkauen muss. Im Bild gesprochen. Es ist eine Einladung. Nicht ganz so herzlich wie sonst, denn sie verlangt von uns, dass wir uns bewegen. Dass wir uns auf den Weg machen, um Jesus und Gott zu finden. ER möchte uns heil-machen an Leib und Seele.

Bleiben Sie behütet! Ein gesegnetes und hoffentlich „gesünderes“ Neues Jahr

Ihr Pfarrer Sven Hennig


Der Besuchsdienstkreis ist weiterhin aktiv. Absprachen über Gisela Guthke (Tel: 03641/444764)


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Wir bedanken uns ganz herzlich! Durch die große Spendenbereitschaft konnte die Fassadensanierung des Gemeindezentrums „Albert Schweitzer“ auch mit zusätzlichen Kosten (Fassaden-Bild und Aufarbeitung der Fenster) erfolgreich abgeschlossen werden. Erfreulicherweise unterstützte auch der Kirchbauverein Jena e.V. das Vorhaben mit 6000 €.
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